7.ST TSG SOLCOM RAVENS 80:83 BLACK FOREST PANTHERS
Topspiel-Drama vor Rekordkulisse
Die Basketballer der TSG Solcom Ravens Reutlingen haben am Samstagabend das Topspiel in der 1.Regionalliga Südwest vor einer Rekordkulisse von 1.035 Zuschauern in einem echten Krimi denkbar knapp mit 80:83 (42:35) verloren. Die Ravens führten dabei 30 von 40 Spielminuten. Etwas mehr Spielglück der Gäste, sowie einige schlechte Entscheidungen der TSG und Wurfpech führten am Ende zur knappen Niederlage. Vor allem die Rebounds gingen deutlich an die Gäste (25:40), was sich am Ende ebenfalls spielentscheidend auswirken sollte. Bester Mann auf Seiten der Ravens war erneut Miles Mallory mit 24 Punkten. Topscorer der Partie wurde Schwenningens Center Christian Okolie mit 27 Zählern. Erstmals knackten die Ravens eine vierstellige Zuschaueranzahl in ihrer Vereinsgeschichte. Dies dürfte gleichzeitig auch Regionalliga-Rekord sein.
Ravens dominieren die erste Hälfte
Die Ravens waren bestens eingestellt auf den Gegner und kamen sehr gut in die Partie. Die Gäste erzielten zwar den ersten Korb, doch die Ravens übernahmen dann das Zepter. Vor allem Neuzugang John Saigge war von Beginn an heiß. Ihm gelangen 9 Punkte im ersten Viertel. Die Gäste konnten in den letzten drei Minuten des Viertels nur drei Punkte erzielen, sodass die Ravens durch einen Korb von Miles Mallory bereits zweistellig führten (25:15)
Miles Mallory erzielte auch die ersten vier Punkte im zweiten Viertel. Die Gäste mit Ligatopscorer Kedar Wright kamen selten ins Laufen. Lediglich Center Christian Okolie, der am Ende Matchwinner werden sollte, war von Beginn an kaum zu kontrollieren. Die Reutlinger hatten früh Foulprobleme. Vor allem Center Aike Bensmann fing sich in nur wenigen Minuten bereits drei Fouls ein. Auch Vito Barbarosa, hatte bereits früh in der ersten Hälfte drei Fouls auf dem Konto. Durch die vielen ungeplanten Wechsel kam zum Ende der ersten Hälfte ein kleiner Bruch ins TSG-Spiel und die Gäste verkürzten auf 42:35
Ravens führen komfortabel – Gäste drehen das Spiel
In der zweiten Hälfte war es Paul Isbetcherian der seine Farben im Spiel hielt. Die Ravens spielten weiterhin sehr stark. Mit einem 7:0 Lauf vergrößerten sie den Vorsprung auf 13 Punkte, doch die Gäste blieben dran. Isbetcherian kippte mit einem Dreier mit der Sirene zum Viertelende das Momentum auf die Seite der Gäste (59:55).
Nemanja Nadjfeji eröffnete mit einem Dreier für die Ravens, doch einige kleinliche Pfiffe gegen die Ravens, die auf der offensiven Seite nur selten selbst Freiwürfe erhielten, führten zu vielen Freiwürfen für die Gäste, vor allem in Form von Center Christian Okolie der 90% verwandelte. Beim 62:63 war das Spiel gekippt. Die TSG erhöhte wieder zum 66:63, doch die Gäste konterten erneut. Mit zwei Dreiern erhöhten sie zum 70:76. Center Aike Bensmann war bereits ausgefoult, sodass Nemanja Nadjfeji und Miles Mallory keine Verschnaufpausen mehr erhielten. Die Ravens kamen auf 77:80 heran, doch ein Dreier zum Ausgleich schaute schon in den Ring, fiel aber wieder heraus. Die Gäste erhöhten an der Freiwurflinie auf 77:83. Der letzte Dreier von Miles Mallory fand zwar das Spiel, jedoch zu spät (80:83).
Headcoach Rodrigo Reynoso: „Das Spiel heute hat alles gehalten was es versprochen hat. Die Jungs sind natürlich jetzt unglaublich enttäuscht, genau wie ich. Wenn du vor über 1000 Zuschauern so ein Spiel noch verlierst, dass du eigentlich schon in der Tasche hattest. Wir haben das Spiel die meiste Zeit dominiert und hätten es verdient gehabt zu gewinnen. Leider sind uns hinten raus aufgrund der Foulprobleme die Kräfte ausgegangen und wir konnten die Gäste unter dem Korb nicht stoppen. Im Schlussviertel haben sie auch sehr viele Freiwürfe zugesprochen bekommen, die wir für ähnliche Kontakte nicht erhielten. So kamen sie wieder zurück ins Spiel und haben am Ende auch die wichtigen Würfe getroffen, während wir Pech hatten. Das ist Basketball. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, im Rückspiel werden die Karten neu gemischt. Wir müssen jetzt schnell die Köpfe wieder aufrichten um das nächste Spiel zu gewinnen.“
Scoring: Mallory (24), Saigge (15), Duarte, N. (15), Nadjfeji (12), Barbarosa (7), Duarte, L. (3), Kaps (2), Beracochea (2), Jetter, Bensmann, Ahmad, Kaiser